German poem
Und Tal und Berge ruhn in bleicher Pracht
Nicht aber so! – ja weine, weine – o sieh: aus tiefster Quelle klar quillt meine Träne heiß in deine – und mich verklärend mit dem Glorienscheine um dein nachtentsprossen Haar, steh ich hier vor dir und schwör dir: Nie wird diese Klarheit enden! – Sieh: es legt das Dunkel sich in meine Hände, als ob es Zuflucht suchte und nun fände: zu Sternen heb'ich meinen sichern Blick! Da – o Glück: ahnst du sie, die Pflicht der Welt? Ja: von Sphären hin zu Sphären muß sie Saat aus Saaten gebären, bringt sie uns das Licht der Welt: rieselnd wie aus dunklem Siebe sät es Liebe, Liebe, Liebe von Nacht zu Nacht, von Pol zu Pol –
Zwei Menschen sagen sich Lebwohl.