German poem
Das Hochland-Mädchen
by Robert Burns (1759–1796)
Nicht Edelfrau’n, wenn noch so fein, Soll’n meiner Muse Sorge sein: Ihr äußrer Glanz macht mich nicht froh; Gebt mir mein Hochland-Mädchen, O! –
Wohl in dem Thal, so rauschig, O, Auf eb’nem Feld, so lauschig, O, Setz’ ich mich hin, mit frohem Sinn, Besing’ mein Hochland-Mädchen, O.
O, wärt ihr Hügel, Thäler mein, Ihr Schlösser und ihr Länderei’n! Dann sollt’ man seh’n: kein Mensch liebt so, Wie ich mein Hochland-Mädchen, O.
Doch schlimmes Schicksal bringt mir Weh, Ich muß auf’s Schiff, ich muß zur See; Doch wenn selbst grauser Tod mir droh’, Ich lieb’ mein Hochland-Mädchen, O.
Ruft mich in weite Fern’ die Pflicht, Ich weiß, ihr Herz wird wankend nicht; Es hält zu mir, ob bang, ob froh, Mein treues Hochland-Mädchen, O.
Für sie trotz’ ich der Wogen Wuth, Betret’ das ferne Land mit Muth, Und find’ ich Gold und Schätze, so Ist’s für mein Hochland-Mädchen, O.
Sie hat mein Herz und meine Hand, Durch heilig Wort, durch Ehrenband; Bis mich der Tod ruft, bleib’ ich froh Dein, Dein, mein Hochland-Mädchen! O.
Lebwohl du Thal, so rauschig, O! Lebwohl du Feld, so lauschig, O! Zu ander’n Ländern geht’s nun, wo Ich sing’ vom Hochland-Mädchen, O! –