German poem
Lady Mary Ann’
by Robert Burns (1759–1796)
O, Lady Mary Ann’ Blickt über des Schlosses Wall, Sie sah drei schöne Knaben, Spielend unten Ball; Der jüngste aber war Der schönste auch zumal – „Mein schöner Bursch’ ist jung, Doch wird er wachsen schon!“
„O Vater! O Vater! Ich sage Dir darum, Schick’ ihn jetzt ein Jährchen Auf’s Collegium: Ich winde ein grün Bändchen Um seinen Hut herum, Das hat dann zu bedeuten, Daß er verlobt sich schon.“
Lady Mary Ann’ War ein Blümlein im Thau, Lieblich war ihr Duft Und göttlich war ihr Bau; Und je länger sie blühte, Desto schöner die Schau, Denn die Lilie in der Knospe, Blüht noch herrlicher auf.
Jung Charlie Cochrane War der Sproß einer Eich’; Herrlich und blühend Den Voreltern gleich: Die Sonne des Glück’s Beschien seinen Steig, Und er wird einst im Wald Der beste Stamm sein.
„Der Sommer zog hin Mit den Blüthen so schön; Und die Tage mit ihm, Da ich ihn geseh’n. Doch weit schön’re Tage In Aussicht mir steh’n Denn mein Bursch’ ist noch jung, Doch er wird wachsen schon.