German poem
Parcere non didicit Mors ulli, est omnibus aequa
by Simon Dach (1605–1659)
Raffet auch der Tod die greisen Haare, Hilfft nicht alle Weißheit vieler Jahre, Was kan denn stehen, Oder seiner grossen Macht entgehen?
Wo ist Salomon der weyse blieben? Ist er durch den Tod nicht auffgerieben? Was soll die Jugend, Vnd der zarten Jahre frische Tugendt?
Trotzt jhr Reichen nur auff ewre Schätze; Könnt jhr auch entgehn des Todes Netze? Er wird nicht hören, Sitzt jhr auch dazu in grossen Ehren.
Hat er nicht auch an den starcken Riesen Seines Zorns vnd Eifers Macht bewiesen? Was pocht jhr Helden! Schawt! Der Tod wil euch das End' anmelden.
Darumb lasst vns all' in allen fällen Stets des Todes Bild vor Augen stellen! Auch stehn vnd wachen, Vns in Christo von der Welt zu machen!
More by Simon Dach
- Omnino nihil est quo dissocientur amantes
- ora tremendi Judicis ut fugias, o Homo, disce mori!
- Orbis ad exemplum se quoque formet homo
- Panegyricus Serenisssimo
- Paul Meyer und Dorothea Klee. Klee-Meyer-Liedchen
- Perpetui coelum tempora veris habet
- Perstet amicitiae semper venerabile Faedus!
- Petrus redet alle arme Sünder