German poem
Die Glocken
by Stefan George (1868–1933)
Ich hörte euer sonder geläute Es weckte in mir eine sondere freude Es schienen darin bekannte stimmen Wunderbar ineinander zu schwimmen.
Als ich schwach war da liess euer klingen Vor reue des herzens saiten zerspringen Und alle stärke es von mir trug In der frage: klingt wahrheit ihr oder trug?
Nun fürcht ich euren schall nicht mehr .. Nur weiter nur weiter! es regt mich nicht sehr. Ich höre nichts aus euren tönen Als hoffen vergessen versöhnen.