German poem
Die jugend
by Stefan George (1868–1933)
Die jugend (So bedäucht es dich) Heischet ein heisses band · Doch tag um tag verblich Wo ich gelassen bei dir ging und stand.
Du sprachest! Ich erschrecke fast · Wie! – kann entfachen So viele glut und hast Der leere sang · das kindesfrohe lachen!
Und danach (Glaube mir ich litt) Sanft noch dein finger wob · Dein fuss so sanft noch schritt · Erst der verschmähten ward mein volles lob.
O schwester! Dir missfällt der ruf? Sei wenn ich scheide Auf nie gewandtem huf Das rätsel ein verlöbnis für uns beide.