Versos German Stefan George Ich lehre dich den sanften reiz des zimmers

German poem

Ich lehre dich den sanften reiz des zimmers

by (1868–1933)

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Ich lehre dich den sanften reiz des zimmers Empfinden und der trauten winkel raunen · Des feuers und des stummen lampen-flimmers · Du hast dafür das gleiche müde staunen.

Aus deiner blässe fach ich keinen funken · Ich ziehe mich zurück zum beigemache Und sinne schweigsam in das knie gesunken: Ob jemals du erwachen wirst? erwache

So oft ich zagend mich zum vorhang kehre: Du sitzest noch wie anfangs in gedanken · Dein auge hängt noch immer an der leere · Dein schatten kreuzt des teppichs selbe ranken.

Was hindert dann noch dass das ungeübte Vertrauenslose flehen mir entfliesse: O gib dass – grosse mutter und betrübte! In dieser seele wieder trost entspriesse.