Versos German Stefan George Nacht

German poem

Nacht

by (1868–1933)

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Gänge des tages sind weit.

Reisst der verworrene wald Uns in vergessen so bald? Hinter dem nächtigen zaun Fasst uns des bannes geraun –

Uns dem versinken geweiht.

Bäume zu leuchtendem tor Ragen als leitern empor: Locken in pfadlosen wahn · Treiben in schimmernde bahn.

Wankt den umschlungnen der grund?

Ist dies dein odem in mir · Luft aus des rausches revier Was unsre leiber vermischt Uns durch das finster verwischt

In einem schaurigen bund?

Horch eine stimme wird wach! Blüten-umsponnenem fach Heiliger brunnen entsprang · Sendet den einfachen sang

Klar durch das dickicht einher ..

Mahnt an lebendige lust Uns: zu verfallen bewusst Dunkelster trunkenheit · Uns: zu zerrinnen bereit

In einem träumenden meer.