German poem
Wenn die gärten ganz verblassen
by Stefan George (1868–1933)
Wenn die gärten ganz verblassen Und die winde feucht und schneidend Alles laub vom aste scheidend In dem staub vermodern lassen:
Wenn die ersten schneekristalle Halb-zerschmolzen schon im falle Von den kahlen zweigen träufeln Neue neue stets sich senken: Warum muss ich gleich da denken An vergehen und verzweifeln?
Und wenn in den maientagen Wälder bunte triebe tragen Wenn im grünen kleid sich sehen Froh von neuem baum und strauch: Denk ich so gewiss dann auch Gleich an hoffen auferstehen?
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