German poem
Wo die strahlen schnell verschleissen
by Stefan George (1868–1933)
Wo die strahlen schnell verschleissen Leichentuch der kahlen auen · Wasser sich in furchen stauen In den sümpfen schmelzend gleissen
Und zum strom vereinigt laufen: Türm ich für erinnerungen Spröder freuden die zersprungen Und für dich den scheiterhaufen.
Weg den schritt vom brande lenkend Greif ich in dem boot die ruder · Drüben an dem strand ein bruder Winkt das frohe banner schwenkend.
Tauwind fährt in ungestümen Stössen über brache schollen · Mit den welken seelen sollen Sich die pfade neu beblümen.