German poem
Wohl bin ich schön
by Taras Schewtschenko (1814–1861)
Wohl bin ich schön, Wohl bin ich reich, Doch ein liebend Herz Wo find’ ich’s gleich? Ach, ohne Lieb’ In der Einsamkeit Wie lebt sich’s so schwer Im Seidenkleid! Wohl fänd’ ich Lieb’ So treu und schlicht In des armen Waisen Herzen, Doch darf ich’s nicht. Mein Vater wacht, Meine Mutter wacht, Lassen nie allein mich gehen In den Garten bei Nacht. Und lassen sie auch Mich einmal – gleich erscheint Mir zur Seite der Alte, Der Verhaßte, der Feind.