German poem
An die Heimat
by Theodor Däubler (1876–1934)
Geliebte Heimat, bleiches Bild im Winde, Olivenhain in der Zypressen Hut, Beseeltes Meer, so voll Bestürmungsglut, Betrau mit Wohllaut mich – zum Angebinde,
Dem eingehändigten dir, fremden Kinde! Du sinnst wie eine Mutter, leuchtend, gut; Italia, dirzu strahlt der Stern im Blut, Sein Hoffen blickt dich an, so bleib gelinde!
Zu hoher Sonne sprossen meine Triebe. Gesund im Süden, steh ich stark an Wuchs: Blieb Süße auch Besinnung bloß an Liebe!
Gelänge mir, als Zier des Krönungsschmucks, Der hell auf deinen schwarzen Flechten ruht, Ein Lied, voll Funkelglut, durch dunklen Mut!