German poem
An Pindar
by Theodor Däubler (1876–1934)
Des Barden Ruhm vollendest du beim Ringen Gebräunter Jünglinge um holden Preis, Bescherst dem Herrlichsten gesungnes Reis, Nach Wettkampf und des Läufers Sieg-Erspringen.
Wie lieblich deines Staunens Silben klingen, Wenn ein Gedichteter erschaudernd weiß: Zu blutendem Erinnern perlt mein Schweiß, Von mir kann Kunde kühn zu Kriegern dringen!
Um Hellas funkeln, Pindar, deine Sorgen, Apollo lodert dir als Gott und Held: Im Jüngling strahlt uns dein gepriesner Morgen.
Des Edlen Leib verklärt dir frei die Welt: In seltnen Menschen bleibt ihr Stolz geborgen, Ein Herz Behältnis für das Himmelszelt.