Versos German Theodor Däubler Aphrodite

German poem

Aphrodite

by (1876–1934)

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Aus tausend Brüsten aufgeschäumten Meeres Erperlt der Aphrodite seltnes Licht: Sie schwebt am Mittag schattenlos im Licht, Du sahst noch nie – gegeistert – ein so hehres

Gebild, das dir vom Weibe spricht: begehr es! O Liebe, für und gegen dich in Pflicht, Erfahr ich Milde, find ich mein Gericht? Ich weiß von Ewigkeit: uns nun ein schweres

Geheimbewalten altershoher Ehen. Aus ihnen kommt der Himmel zu uns her: Den Frommen bloß gebührt ein Leib als Lehen;

Nach Schicksalssternen funkle dein Begehr! Von Scham des Blutes laßt euch keusch beweben, Bleibt blaß! Das Auge blaut auf reinem Meer.