German poem
Aus Verlorenheit
by Theodor Däubler (1876–1934)
Gelobtes Land der Eltern mir, des Sanges, Einst wähnt ich mich verträumt an deinen Rhein, Erzählte Nordgold, dort gehört zu sein: Ein Horn so vollen Sonnenüberschwanges,
Daß altes Licht, aus Magierhand am Ganges, – Auf Gletscher überstülpt – zu Urgedeihn Aus Finsternis, euch fordern sollte und befrein, Beschloß ich deutsch zu bringen: wohl gelang es!
Noch weil' ich fort, im Morgenland, beim Wogen Beseelter See um Hellas' hohen Strand! Verheißungen, ihr habt noch nie getrogen:
Ein Donnern holt uns bald! Dann schwankt die Wand. Wer griff zum Blitz? Von Lichtschwertern beflogen, Ersprüht das Reich. Umfaß uns Flammenband!