German poem
Vierter Streich
Also lautet ein Beschluß: Daß der Mensch was lernen muß. – – Nicht allein das A-B-C Bringt den Menschen in die Höh’; Nicht allein im Schreiben, Lesen Übt sich ein vernünftig Wesen; Nicht allein in Rechnungssachen Soll der Mensch sich Mühe machen; Sondern auch der Weisheit Lehren Muß man mit Vergnügen hören. –
Daß dies mit Verstand geschah, War Herr Lehrer Lämpel da. –
– Max und Moritz, diese beiden, Mochten ihn darum nicht leiden; Denn wer böse Streiche macht, Gibt nicht auf den Lehrer acht. –
Nun war dieser brave Lehrer Von dem Tobak ein Verehrer, Was man ohne alle Frage Nach des Tages Müh und Plage Einem guten, alten Mann Auch von Herzen gönnen kann. –
– Eben schließt in sanfter Ruh’ Lämpel seine Kirche zu; Und mit Buch und Notenheften, Nach besorgten Amtsgeschäften, Lenkt er freudig seine Schritte Zu der heimatlichen Hütte,
Und voll Dankbarkeit sodann, Zündet er sein Pfeifchen an.
„Ach!“ - spricht er - „die größte Freud’ Ist doch die Zufriedenheit!!!“
Rums!! - da geht die Pfeife los Mit Getöse, schrecklich groß. Kaffeetopf und Wasserglas, Tobaksdose, Tintenfaß, Ofen, Tisch und Sorgensitz - Alles fliegt im Pulverblitz. -
Wer soll nun die Kinder lehren Und die Wissenschaft vermehren? Wer soll nun für Lämpel leiten Seine Amtestätigkeiten? Woraus soll der Lehrer rauchen, Wenn die Pfeife nicht zu brauchen??
Mit der Zeit wird alles heil, Nur die Pfeife hat ihr Teil. –
Dieses war der vierte Streich, Doch der fünfte folgt sogleich.