Versos German Wilhelm Hertz Letzter Wunsch

German poem

Letzter Wunsch

by (1835–1902)

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Mein Schatz will Hochzeit halten, Ich liege auf den Tod Und nehme mit zu Grabe, Was ich in Schmerz und Noth Um ihn gelitten habe.

An meinem Fenster blühen Gelbveigel und Rosmarin; Wenn ich von Lieb und Jammer; Hinweggeschieden bin, Tragt still sie aus der Kammer!

Zwei Sträußlein sollt ihr binden, Eins heftet mir an’s Kleid, Eins sendet meinem Knaben; Es ist für alle Zeit Die letzte meiner Gaben. O dürft’ ich ungesehen Dem frohen Paare nah’n, Und, wenn die Glocken läuten, Ihn segnend noch umfah’n, – Und treten still beiseiten.