German poem
Sternbotschaft
by Wilhelm Hertz (1835–1902)
Ich saß in finstrer Trauer, Mir war das Herz so schwer, – Da kam aus dunkler Ferne Einsam ein Stern daher.
Er glänzt wie eine Thräne, Die stille Sehnsucht weint, Die wie ein Blick der Hoffnung Aus treuen Augen scheint.
Den lichten Friedensboten, Ich hab’ ihn wohl erkannt: – Herzlieb, aus weiter Ferne Hast du den Stern gesandt?