German poem
Kanarienvogel
by Wilhelm Hey (1789–1854)
Vögelchen, ach da liegst du tot; suchst dir nie wieder ein Krümchen Brot, siehst mich nicht an mit den Augen hell, hüpfst mir nicht auf die Schulter schnell, singest nun nie mehr mit solcher Lust schmetternd dein Lied aus voller Brust!
Bald sind die Kinder gekommen und haben das arme Ding in dem Garten begraben und drüber gepflanzt einen Rosenstrauch, der trug dann schöne Blüten auch. Dort haben sie gar oft gesessen, und den lieben Vogel nicht vergessen.