German poem
Er zörnt dem Cato
by Arno Holz (1863–1929)
Dihß ist die schönste Zeit: das lihbe Lufft-Volck schreyt/ sanft rauscht der silbre Bach die Veilgens wach!
Den süssen Hyazinth wihgt weich ein Westen-Wind/ der Tau/ der Bluhmen-Mann/ hänckt Bärlckens dran.
Von Qwändel/ Klee und Poll ist jedes Blätzgen voll/ Dorant und Saturey seynd auch darbey.
Frau Flora singt und geigt. Der saure Cato schweigt; auß Wacks bleibt sein Gesicht/ er draut sich nicht.
Du lang geöhrter Dropff/ du grober Esels-Kopff/ willstu itzt gantz allein nicht frölig seyn?
Wirff in den dikken Klee die dikkre Dorile! Gläubstu/ du thummpes Thier/ sie sträubt sich dir?