German poem
Auf die Gott-beliebende Glaubens stärke
by Catharina Regina von Greiffenberg
Weil dir der starke Glaub / das Allmacht-Mark aussaugen / Mein Herrscher / so gefiel / daß Mosen du gestrafft / als zweiflend' er gewankt an jenes Felsen Safft. Wird / mein' Erz-zuversicht in deine güt / was taugen. Er hat / was hartes zwar / doch gleichwol was / vor Augen. Ich häng' entgegen ganz an unsichtbarer krafft: und ist mir (was noch mehr) gar dunkelhafft geschafft / das ich es mir oft selbst in meinem Sinn ablaugen: doch nur aus Gottes forcht / nicht auß unglaubigheit. Mein höchster Gott / du weist / wie sehr ich dir die Ehre der Allmacht gieb' / und glaub' ein eusserst hohe sach. Es fliegt in dein' allhöch der Glaube nie zu weit. Dein unerdenklichs Lob durch dieses wunder mehre. Mein Glaubens-Felse werd' ein klarer freudenbach.
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