German poem
Auf die Göttliche Gnaden-und Wunderhülff-Hoffnung
by Catharina Regina von Greiffenberg
Ich weiß nicht / was noch wird aus meinem hoffen werden? der Trost bleibt unverruckt: nichts schicket sich dazu. Es läst mir / in dem Geist / mit wünschen keine Ruh. Ich fühl stäts innen Trost / und aussen nur beschwerden / werd' immer mehrers loß von allem Trost der Erden. Ich hoff / ich harr' / ich wart / von ein zum andern nu / auf dich / mein Himmlisch Herz. Ach / Deo glori / du kanst mich beleben recht / nach tödlichen gefärden. Ach denk / daß sehnen stets und nicht gewähret seyn / sey Herz-versehrungs-schmerz und halbe Höllen-Pein. Betrachte / daß auch nichts beständigers gefunden auf Erden werden kan / als meine treue brunst. hat doch standhafftigkeit Gott selber überwunden / in jenem Armen Weib. Schenk mir auch deine gunst!
More by Catharina Regina von Greiffenberg
- Auf die Frölich-und Herrliche Auferstehung Christi
- Auf die Fruchtbringende Herbst-Zeit
- Auf die Geistes-Erleuchtung
- Auf die Gott-beliebende Glaubens stärke
- Auf die Heilig-Herrliche Auferstehung Christi
- Auf die Höchst-wunderliche Geburt - unsers Heiligen Heilandes
- Auf die in den Sonneten gedachte zuruck gegangene Pfingst-Reise
- Auf die liebliche Sommer-und Ernde-Zeit