German poem
Die Schönheit
by Charles Baudelaire (1821–1867)
Ihr menschen · ich bin schön · ein traum von stein! Mein busen der zu blutigen küssen treibt: Dem dichter flösst er eine liebe ein Die stumm ist wie der stoff und ewig bleibt.
Ich bin die sfinx die keiner noch erfasst Die herz von schnee und schwanenkleid vereint Die jedes rücken an den linien hasst – Ich habe nie gelacht und nie geweint.
Die dichter all vor meinem grossen wesen – An stolzen bauten scheint es abgelesen – Zerquälen ständig sich in strengen schulen.
Für sie besitz ich · die gefügen buhlen · Wo alles schöner spiegelt · eine quelle: Mein aug · mein weites aug von ewiger helle.