German poem
Uber Dessen Dunckelheit in vielen Uberschrifften
by Christian Friedrich Hunold (1680–1721)
Bey deiner Finsterniß/ die man fast greifen kan/ Klagst du den Leser selbst/ und seine Dummheit an. Wenn dir zuweilen nun/ mein Freund/ was gutes träumet/ Läßt man zur Erndten Zeit wohl gantze Garben stehn/ Um einen Halm von Korn/ so aus dem Unkraut käumet? Ein solcher Schnitter muß gar arm nach Hause gehn. Aus dunckeln Verßen wird der Seegen hergestellt/ Wie Saamen/ der erstickt/ so unter Dornen fällt.
More by Christian Friedrich Hunold
- Uber den Roßmarien Steg
- Uber den Schatten-Riß Sr. Königl. Maj. von Pohlen
- Uber den Todt einer jungen und geliebten Ehe-Gemahlin
- Uber den unglückseeligen und dabey gelässigen N.N
- Uber die abwechselnden reinen und unreinen Begierden
- Uber die Beständigkeit des Frauenzimmers
- Uber die betrogene Filura
- Uber die denen Priestern in N