Versos German Christian Hoffmann von Hoffmannswaldau Lob des tabacks

German poem

Lob des tabacks

by (1616–1679)

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Rosen und violen Mögen kinder holen/ Kinder dieser zeit. Diß/ was meinen sinn erfreut/ Und in meinen händen brennet/ Wird taback genennet.

Bisem muß dir weichen/ Dir ist nicht zu gleichen Ambra und zibeth; Wenn dein schöner rauch auffgeht/ Und dein edles feuer blicket/ So bin ich erquicket.

Haben böse zungen Viel von dir gesungen/ Und dir beygewollt; Dieses ist nicht deine schuld. Bleibet doch/ der alles führet/ Niemahls unberühret.

Diß soll mich nicht treiben/ Von dir weg zu bleiben/ Wenn der pöbel sagt/ Daß mir rauch und dampff behagt. Er/ sein geld und seine taschen Wird zu rauch und aschen.

Nun so will ich trincken/ Weil die sternen blincken Und das grosse licht Durch die düstren wolcken bricht; Ja/ des Phöbus güldner wagen Soll mein rauchwerck tragen.

Venus wird nicht zürnen/ Wenn auf ihre stirnen Sich tabacks-rauch legt. Ward sie doch auch nicht bewegt/ Wenn Vulcan/ das ungeheuer/ Machte rauch und feuer.

Und vor andern allen Wird der rauch gefallen Dir/ o krieges-gott. Drum hat es auch keine noth/ Wenn die sachen/ so wir üben/ Nur die götter lieben.

Nun/ ihr lieben brüder/ Thut/ was wein und lieder Itzt hat angestimmt. Schaut! wie meine pfeiffe glimmt/ Da doch meiner liebsten sinnen Nicht so brennen können.