German poem
Die Strasse
Auf violetten Dünsten schwimmen Lichter Von brennend hohem Gelb. Du tauchst hinein, Gewirbelt blindlings in ein Meer Gesichter, Blaß, atmend nah. Versinkst. Und bist allein.
Nur du. Zum Prüfen fühlst du deine Hände Und weißt, du träumst. Der Traum steigt weiß empor. Vor dir erkennst du steile Straßenwände, Behängt mit seltsam hellem Lichterflor.
Dein Ohr ist zu. Nur deine Augen fühlen. Quer zeigt die Straße durch den Sternenwald. Die Sternenzweige, die vorüberspühlen, Bildtäuschen Göttergesten und manche Tiergestalt.
Du selbst ein Stern. Du tönst. Dich kannst du hören Hinklingen durch das All. Du träumst und schwimmst In Töne-Träumen, die dich leuchtend schön betören, Daß du sie für der andern Wohllaut nimmst.
Wo ist die Sonne, die dich zirkelnd bindet? Versäumt. Du steuerst fort. Es ist zu spät. Um deine Feuerbahn nachschleifend windet Sich hell ein Schweif. -- Stürm glühend fort Komet!