German poem
Eine Französin Im Sächsischen
SCHWARME . . .
Eine Französin im sächsischen Schwarme, Kühne Frühlinge züngelt ihr Blick, Seichte Gewässer Spielen die Finger über den Tisch, Träumen die Winde von ihrem Gelächter, -- Doch das Café, die Musike und wir und mein flackernder Stift Kreisen belichtet, verebben, mit Bücklingen fließend, Und lassen gekräuselt Im Lächeln Madonna zurück.
NACHTWACHE. ROT.
EIN ATEM RINGT IN UNS . . .
Nachtwache. Rot. Ein Atem ringt in uns. Ein Wind will auf. Voll Fremde, Heimweh-Schluchzen. Wir suchen irr. Nach Fleisch, nach Welt. Nach Lachen. Wir sind umragt von uns. Der Durchbruch stockt. Die Fesseln. Schwer das Blut. Versenkt die Brunst, die stöhnt und aufwärts möchte.
Wir wollen Glanz und Weite, helle Höhen, Vom Meer umweht. Und Küsse, tief ins Fleisch Lechzende Jagd durch flammende Gebirge Nach Panthern, Affen, Frauen Und nach Schlaf. Nach süßen Nächten, die uns schlafen lassen. Wir sind nach Inseln toll in fremden Welten. Denn wir sind außer uns: Vor unsrer Enge! Und bauen immer heiß an unserm Traum.