German poem
Der Zärtling
Es werden Zeiten kommen, ernst, schwere, Die mich umpacken mit beschwielter Hand, Sie finden mich in unbereiter Wehre Und Gliedern, solchen Zwanges unbekannt.
Dann werd' ich hingewühlt in Betten dämmern, In Traumflucht hüten meinen müden Sinn Und an der Adern matt gewohntem Hämmern Verzärtelt wähnen, daß ich lebend bin.
Und Tage werden nah vorüberschreiten, Freigütige Hände nach mir ausgestreckt, Ich aber, in des Blutes Heimlichkeiten Versponnen, träume weiter ungeweckt.
O ernste Träume werden mich durchhallen, Und Sonnen werden pendeln durch mein Blut Und junge Sterne sich zusammenballen Um mich, gesäugt von meiner Schöpferglut.
Es werden Zeiten kommen, ernste, schwere, Doch ich entgleite ihrer harten Zucht Und gründe fern, in selbstgewollter Leere, Ein Haus, durchdröhnt von meiner Träume Wucht.