Versos German Ferdinand von Saar Träume

German poem

Träume

by (1833–1906)

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Mir träumt oft von Verstorb'nen jetzt, Von solchen, die ich längst vergessen, Die nie erfreut mich, nie verletzt Und meine Seele nie besessen.

Sie treten still und ernst heran – Ich aber blicke nach den Leuten Und frage mich im Traume dann Verwundert selbst: was soll's bedeuten?

Und beim Erwachen sinn' ich nach, Wie Der, wie Jener hingegangen – Und fühle, daß jetzt allgemach Die Reihe wird an mich gelangen.

Geliebtere Vergangenheit Will selbst im Traum nicht wieder sprießen: Gleichgilt'ge Boten schickt die Zeit, Um ihre Rechnung abzuschließen.