German poem
Thauwetter
by Ferdinand von Saar (1833–1906)
Horch, wie schüttert es leis! In dem Walde, dem düster'n, Heimliches Knistern und Flüstern – Hörbar tropft es im Kreis.
Rasch, wie vor Feuers Gluth, Schmelzen die weißen Krystalle – Bald mit schäumendem Falle Donnert der Wasser Fluth!
Bald im sausenden Sturm Tönt, o Frühling, dein Werde, Und zu tiefst in der Erde Regt sich durchschauert der Wurm!