German poem
Petrarca - Sonett 316
by Francesco Petrarca (1304–1374)
Auf, Amor! deine Hände mir zu reichen, Laß neu den müden Geist zum Himmel schweben, Um zu singen, die mit Glanz umgeben, Jetzt lebet in des Himmels seel’gen Reichen.
Laß, Herr, mein Lied ihr hohes Lob erreichen, Wozu nicht eigne Kraft es kann erheben, Denn ihrer werth war nicht dieß Erdenleben, Wo nichts ihr kann an Reiz und Tugend gleichen.
Er spricht: Was nur des Himmels Macht und meine Vermocht, was nur die Herzen kann besiegen, Das war in ihr — sie nahm der Tod uns wieder.
Die Schönste war sie, seit des Tages Scheine Sich Adams Aug’ entschloß; dieß mag genügen — Ich sag’ es weinend — weinend schreib’ es nieder.