German poem
Zwey und dreyßigstes Sonett: [Wenn seinem Heimathland der Baum entfliehet]
by Francesco Petrarca (1304–1374)
Wenn seinem Heimathland der Baum entfliehet, Den Phöbus liebt' in menschlicher Gestaltung, Dann seufzt und schwitzt Vulkan in Mühewaltung, Indem er Jovis herbe Pfeile glühet, Der Donner bringt und Schnee, und Regen sprühet, Nicht Cäsar mehr noch Janus ehrt. Der Spaltung Weint rings das Land, Sol steht in ferner Haltung, Weil anderwärts er die Geliebte siehet. Mars und Saturn dann neuen Muth entbinden, Grausame Stern'; Orion bricht den bangen Piloten feindlich Steuer so als Taue. Aeol läßt Juno und Neptun empfinden Und uns in Zorn, daß sich zu ferner Aue Gewandt der Engel Lust, die schönen Wangen.
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