German poem
Zweyhundert und zwanzigstes Sonett: [Stets sucht' ich Einsamkeit vor allen Dingen]
by Francesco Petrarca (1304–1374)
Stets sucht' ich Einsamkeit vor allen Dingen, (Die Ströme wissen's, Felder und Gebüsche) Daß ich den Tauben, Blinden nur entwische, Die fernab von des Himmels Pfaden gingen. Und könnt' ich meiner Wünsche Ziel erringen, Fern von Toscanerlandes süßer Frische Hielt mich auf ihren Hügeln voller Büsche Die Sorga, die mir weinen hilft und singen. Mein Schicksal aber, immerdar mir feindlich, Stößt dahin mich zurück, wo ich mein Glücke, Den theuren Schatz, leidvoll im Schlamm erblicke. Der Hand, mit der ich schreibe, ward es freundlich Diesmahl, die wohl nicht unwerth solchen Preises; Amor, der sieht's, ich und Madonna weiß es.
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