Versos German Franz Werfel Die Mondstunde

German poem

Die Mondstunde

by (1890–1945)

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Aus mattem Lichthof mir empor Von fern entbranntem Tag gespeist, Ein abgespiegelt windiger Geist, Wallt Mond durch meinen Korridor.

Ich öffne diese Türe und Mein Fuß tritt einen weichen Fund. Da eine Katze faucht mich an, Der ich im Dunkel weh getan.

Ihr aus geschlitzten Augen bricht Ein abgespiegelt wildes Licht Von Feindschaft, die im Weltall steht. Wie sie in Kätzchens Blick gerät Erwidert sie auch mein Gesicht.

Ich hebe meinen Knotenstock Mit einem schweren Zauberwort. Zu ihrer Herrin Unterrock Schmiegt sich die Katze feindlich fort.

Anzünd’ ich, nun mich Schmerz befällt, Die kleine Kerze unverwandt, Geh mit dem Flämmchen in der Hand, Geh auf den Gang und klage – Welt!