Versos German Franz Werfel Noch tanzet Bronislawa

German poem

Noch tanzet Bronislawa

by (1890–1945)

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Entrückter, leichter Himmel über dem Ort! Du weißt von der Seebäder goldenen Fetzen, Du weißt von Prinzen Und herbstlichem Halali.

Ihr Knaben-Bäume Zuckt von den Schultern Das letzte Netz, das braune. Den Schatten werfet auf mich, Hier sitze ich Und lese den übermütigen Namen im Stein.

Nun bist du bei meiner Großmutter, Kind. O unterirdisches Fest, Das niemand denken will!

Du starbst.

Und war ein Arzt im Zimmer, Klirrten die Fläschchen im Kreis, Schrie eine Mutter, oder Hast du allein gehustet? Schlugen die Türen am Gang nicht, Rief eine Hausfrau um Zucker, Und trabten unten Weiter die alten Pferde?

Wo saß ich da und sagte: Noch tanzet Bronislawa.

Nun, komm’, nun komm’ du mein Walzer her! Zum Hügel, du Genius kleinen Couplets, Ihr nächtlich anbetenden Stimmen Und vom Klavier Geist des schwankenden Alten!

Bist du mir ernst unter den Zypressen? Und sagst nicht mehr (O Stimme unberührt Und doch betrunken): „Pardon, mein Herr, Wie kommen Sie mir vor?“

Um deinen engen Garten Läuft eine Straßenmauer rund. Draußen stehn Menschen und warten. Buben mit stürmischen Drachen Und Mädchen, die Kleine bewachen. Und vor dem Tor, Verkauft der unsterbliche Greis die alten Zuckerstangen der Kindheit.