German poem
Du klagest, daß die Welt so unvollkommen ist
by Friedrich Rückert (1788–1866)
Du klagest, daß die Welt so unvollkommen ist, Und fragst, warum? Weil du so unvollkommen bist. Wenn du vollkommen wärst, wär' auch die Welt vollkommen, Die Unvollkommenheit wär' ihr von dir genommen. Sie will Vollkommenheit nur mit dir selbst empfahn, Und du bist noch so weit zurück auf dieser Bahn. Dank ihr, daß sie mit dir will halten gleichen Schritt, Und spute dich, daß sie auch vorwärts kommt damit!
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- Du ist nicht schön, kann ich dir redlich sagen
- Du kannst mich auch nicht trösten
- Du kannst, wenn etwa dir ein Großes ist gelungen
- Du kennest selbst die Sage
- Du klagst, du könnest dich nicht mit der Welt vertragen
- Du magst doch sonst gern was besonders haben
- Du meine Seele, du mein Herz
- Du sagst: Die Rose blüht, es singt die Nachtigall