German poem
Wer einem Freunde klagt, erleichtert sich das Herz
by Friedrich Rückert (1788–1866)
Wer einem Freunde klagt, erleichtert sich das Herz, Und wer vor Gott ihn sagt, versöhnet seinen Schmerz. Doch wer mit sanftem Laut ihn dem Gesang vertraut, Ist auch davon zugleich getröstet und erbaut. O wunderbares Bild, o Kraft des Seelenlichts! Du siehest Herbes mild im Spiegel des Gedichts. Und wie sich in dem Schein erblickt die Schreckerscheinung, Wird selber sie zu Stein, die dir gedroht Versteinung.
More by Friedrich Rückert
- Wenn, wie mich, dich Kummer labt
- Wer alles mag in Gott, in allem Gott betrachten
- Wer bist du, der du anklopfst gar nicht leise
- Wer bist du, Knäbchen, klingend mit dem Sporne
- Wer einmal hier hat in geliebtem Angesicht
- Wer in dem Winter stirbt, warum sollt' er nicht sterben
- Wer in der Liebsten Auge blickt
- Wer mir von euch Beiden