German poem
Auf der Bleiche
by Gustav Falke (1853–1916)
Bringst du Leinen auf die Bleiche? Kommt dir nicht der Wind darüber? Über Dämme, über Deiche Wirbelt er vom Meer herüber.
Willst mit Klammern, willst mit Steinen Dir den weißen Schatz erhalten? Einmal wird mit deinem Leinen Doch ein fremder Wille schalten.
Kommt's in deiner Töchter Kästen, Kommt's in deiner Enkel Hände, Ist der Faden auch vom Besten, Das Gewebe nimmt ein Ende.
Hier ein Flicken, dort ein Flicken. Soll man's kunterbunt besetzen? Weg damit! so will sich's schicken. Und der Wind spielt mit den Fetzen.