German poem
Auf der Strasse
by Gustav Falke (1853–1916)
Einsamkeit bot ihren Gruß Heute mir im Lärm der Gassen, Wie verzaubert hielt mein Fuß, Mensch und Tier vorbei zu lassen.
Braune Haide, schwarzer Wald; Feld und Welt so still, so stille. Fernhin jeder Laut verhallt, Nur im Grase zirpt die Grille.
Überm niedern Heckenzaun Lacht die Muse froherschrocken: Kommst du? Um die Wangen braun Schüttern ihr die schwarzen Locken.
Plötzlich Schelten roh und breit: »Herr, so wahrt Euch doch, zum Henker!« Schnell ein Sprung, und höchste Zeit. Fern noch flucht der Rosselenker.