Versos German Gustav Falke In tiefer Scham

German poem

In tiefer Scham

by (1853–1916)

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Ich weinte auf mein Brot und würgte dran Und konnt's nicht würgen und stand auf vom Mahl Und ging hinaus ins kalte, kahle Feld Und bot dem Märzwind meine heiße Qual.

An einem Dornbusch hing ein Fetzen Tuch. Wer warf es weg, wen wärmte es zuletzt? Vielleicht wie er bin ich ein Bettler nun, Und was so warm mich hielt, ist ganz zerfetzt.

Wenn du dein Herz in deine Hände nimmst Und giebst es hin, da, nimm's, und ohn Entgelt, Man nimmt es, dankt und wirft dir's plötzlich hin: Ich mag's nicht mehr! dann stirbt dir eine Welt.

Dann stehst du da, entblößt und bettelarm Und weißt nicht hin vor Scham, vor nackter Scham.