German poem
Irrende Seele
by Gustav Falke (1853–1916)
Meine arme, irrende Seele, Wirst du nach Hause finden? Welche Wege musst du noch gehen, Bis du ein Licht und Ziel wirst sehen.
Lange bist du durch Unland gegangen, Und wolltest, wie oft, verzagen, Bist zitternd in die Knie gesunken Und hast aus bittern Quellen getrunken.
Meine arme, irrende Seele, Noch immer hält dich ein letztes Hoffen: Es muss aus allen Dunkelheiten Doch ein Weg nach Hause leiten.