Versos German Gustav Falke Scherz

German poem

Scherz

by (1853–1916)

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Als ich heute Nacht Das Fenster aufgemacht, Sah ich ein Bübchen mit zitternden Flügeln, Das stolperte zwischen weißen Hügeln; Bald auf dem linken, bald auf dem rechten Zeh, So stelzt es im Schnee.

War's Amor, der ein Ständchen gebracht, Überrascht von der ersten Winternacht? Oder war es nur ein letzter Kleiner dicker untersetzter Blumengeist, der überrumpelt Durch den ersten Schnee hinhumpelt Und weiß nicht so schnell Wohin zur Stell, Und, so was kommt vor, im Schrecken vergisst, Dass er fliegen kann, geflügelt ist?

Ich rief ihn an: Pst! Kleiner! Kriegt mich auf einmal von hinten einer Am Kragen und schilt: Schließ das Fenster doch, Du erkältst dich noch.

Meine Frau, die verständige war's, sie hält meist Meine Märchenerfindungen für sehr dreist. So hab ich ihr auch, was ich sah, verschwiegen Und bin ganz still ins Bett gestiegen.