Versos German Gustav Sack Der Föhn

German poem

Der Föhn

by (1885–1916)

Listen in the reader

Der Atem stockt; denn schwer und trunken schmiegt sich heut der Tag der Erde an und eines dummen Vogels Lied fliegt, fliegt, ein Ding das noch nicht fliegen kann und immer wieder gleich zur Erde fällt, ängstlich durch die wüstenwarme Welt

und regt mich auf! Wie sich der Tag mit unerträglich weicher Schwere drängt in dieses jungen Vogels Lied! Und himmelan mit Hast und Flügelschlag flattert in die kühle braune Leere! Und ihn ewige Ermattung mit tausend Armen immer wieder niederzieht!

Doch auf den Bergen lauert schon der Föhn und wird noch über Nacht aus seinen Höhn und Wolkenhallen brausend in die Ebne fallen!