German poem
Der Rubin
by Gustav Sack (1885–1916)
Wie Heidehonig aus den Waben herbstsüß in schweren Tropfen fließt, erwuchs euch Buch um Buch – ihr ließt sie Bücher sein; und tief vergraben
vom bunten Berg der Konfitüren verschliefen sie zu dritt die Zeit und wurden alt samt ihrem Leid und ihren faustischen Allüren.
Im Traum nur dehnten sie die Glieder, im tiefen Traum nur schlangen sie um ihrer Welt Melancholie den Zauber ihrer stolzen Lieder.
Jetzt werf ich dich, du grell Gebinde, du narrenroter, geiler Zwerg, hohnlachend in den bunten Berg – schlag deine Bresche und verschwinde!