Versos German Hafis Wem man einen Becher reichet

German poem

Wem man einen Becher reichet

by (1326–1389)

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Wem man einen Becher reichet Voll von klarem rothen Wein,

In der heil'gen Engel Mitte Räumt man einen Platz ihm ein.

Ssofi! schilt auf keinen Zecher; Was der Sinn der Liebe war

Wird am letzten aller Tage Trunkenbolden offenbar.

Schenke! Wein sollst du mir bringen, Moschusduftend, rosenroth:

Hat doch mit vernünft'gen Leuten Das Gesindel seine Noth.

Es geniesst des Lebens Freuden An dem heut'gen Tage nicht

Jener, dem man die Genüsse Für den morgenden verspricht.

Meiden wird Hafis gar willig Selbst des Paradieses Flur,

Gibt man ihm im Heiligthume Deiner Lieb' ein Plätzchen nur.