German poem
Im Stübchen beim Liebchen
by Hanns von Gumppenberg (1866–1928)
Sieh, im Gemächelchen Alle die Sächelchen Rings in den Fächelchen Bis an das Dächelchen – Ach, ach, ach, ächelchen! Was für ein Ställchen Hat mein Mamsellchen, Gesellchen, Margellchen! Alle die Zellchen Und die Gestellchen, All’ die unzähl’gen Kryställchen, Pastellchen, Deckchen und Fellchen! Welch’ ein Pêle-Mêle’chen!
Was hat das Mädelchen Alles für Fädelchen, Nädelchen, Rädelchen, Schädelpomädelchen! All’ die Packetchen Und Kettchen und Blättchen Und Amulettchen Von meinem Nettchen! In Lädchen, auf Brettchen Corsettchen, Chemisettchen, Und Bettchen, Spinettchen Auf dem Parkettchen! Und was für Kästchen, Quästchen und Restchen Von Tänzchen und Festchen Schmücken das Nestchen! Ach, und die Nischchen, Tischchen und Wischchen, Dazwischchen Goldfischchen! Alle die Schnipfelchen, Zipfelchen, Tüpfelchen, Alle die Wickelchen, Zwickelchen, Strickelchen! Und Perpendikelchen Ticken ihr Tickelchen Dreien Karnickelchen, Herzigen Dickelchen, Und einem Zickelchen.
Aber das Krönchen Ist doch dein Persönchen: Aphrodité’chen Vom Köpfchen zum Zehchen! Ach, und die Löckelchen Vorn an den Bäckelchen, Hinten am Näckelchen – Neckische Geckelchen, Niedliche Schneckelchen, Winzige Döckelchen, Hühnchen und Göckelchen, Flimmernd wie Flöckelchen, Klingend wie Glöckelchen, Goldige Dingelchen, Schleckige Züngelchen, Schlängelnde Schlingelchen, Ringelchen, Kringelchen!
nach Friedrich Rückert