German poem
Dritter verkleideter Schäfer
by Hans Assmann von Abschatz (1646–1699)
Weil uns noch die Jahre günnen Zu genüssen unsrer Zeit/ So lasst keinen Tag verrinnen/ Kinder/ sonder Fröligkeit. Lasst uns leben wohl vergnügt Weil es Zeit und Glücke fügt.
Geht in Matten auff und nieder/ Schaut die bunten Heerden an/ Wie dem Bocke/ wie dem Widder Schaf und Geiße liebeln kan: Lebet so wie sie vergnügt/ Weil es Zeit und Glücke fügt.
Traurigkeit heilt keine Wunden Füllt den leeren Säckel nicht: Brauchet eurer Jugend Stunden/ Eh den Mutt das Alter bricht/ Lebet so mit uns vergnügt/ Wie es Zeit und Glücke fügt.
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- Dieses Jahr ist auch vollbracht
- Diß sind wahre Freunde nicht- welche gutte Worte geben
- Drey Könge schencken mir auff unterschiedne Weise
- Drey Könge zahlen mir verdienten Mutter-Sold
- Du angenehmer Häyn voll stiller Einsamkeiten
- Du begrüssest diese Welt in der Erb-Schuld schwartzem Kleide
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- Du bist das zehnde Pfand von Gottes mildem Segen