German poem
Wie soll ich deinen Ruhm/ O Gott- zur Gnüg erheben
by Hans Assmann von Abschatz (1646–1699)
Wie soll ich deinen Ruhm/ O Gott/ zur Gnüg erheben/ Das Leben/ die Vernunfft/ O Höchster/ schenckst du mir/ Verlangte Mittel hab ich einig auch von dir/ Durch die ich diesen Tag vergnüget kan erleben/ Was werd ich dir davor aus treuem Hertzen geben/ Das izt verhandne Fest hält meinen Augen hier Die Eyd-verbundne Pflicht/ den Schluß der Tauffe für/ Und dort umschräncket mich des Fleisches Widerstreben. Den Willen geb ich dir/ der so viel möglich/ gutt/ Herr/ der du alles kanst/ bezähme Fleisch und Blutt/ Vergieb die Schuld/ mit der ich Sünder bin beladen/ Gieb wahre Sünden-Reu/ gieb einen neuen Geist/ Der von der Erde sich und ihrem Kothe reist/ Und wohne ferner bey den Deinen in Genaden.
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