Versos German Heinrich Kämpchen Im Friedrichshain

German poem

Im Friedrichshain

by (1847–1912)

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Die Luft ist feucht, der Märzwind weht, Der frische Wind im Märzen, Und wer die Gräberstatt begeht, Dem brennt es heiß im Herzen. –

Sie liegen da in langen Reih’n, Umhegt von Totenbäumen, Mit dem zerschossenen Gebein Und mit den Freiheitsträumen. –

Sie wittern wieder Märzenluft Und wundern sich im Stillen, Daß immer noch an ihrer Gruft Die Eulenrufe schrillen. –

Daß immer noch der Freiheit Ton Sich stumm und scheu muß bergen, Daß immer noch die Reaktion Fortherrscht mit ihren Schergen.

Sie horchen scharf in stiller Gruft, Die großen Augen offen – Doch, wittern sie auch Märzenluft, Umsonst ist noch ihr Hoffen. –