Versos German Heinrich Kämpchen Im Traum

German poem

Im Traum

by (1847–1912)

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So oft, so oft im Traum der Nacht Bin wieder ich im Kohlenschacht, Und mühe mich und scharre dort Wie sonst in Dunst und Qualm vor Ort – Doch wie ich scharr’ auch immer drauf, Die Kohlen kommen nicht zu Hauf’, Die großen Wagen bleiben leer, Und Hau’ und Hammer sind so schwer. – Ich haste mich und scharr’ wie toll, Die Wagen werden nimmer voll – Die Lampe blakt, es schwelt der Docht, Wie mir das Herz im Leibe pocht! Wie’s mich bedrückt! Was ficht mich an? Ist es die Näh’ vom „Alten Mann *)? – Kein Laut, kein Ton – so stumm und still – Doch dann ein Pfeifen – scharf und schrill – Und dann – es kommt mit Sturmeslauf – Der Atem stockt – ich wache auf. – So quält im Traum mich noch der Schacht, Wie er mich elend hat gemacht Die Jahre durch mit seiner Last – Nun raubt er mir im Schlaf die Rast. –